Im Boheme am Spittelberg erwartet Sie eine harmonische Verbindung aus klassischer Küche und sorgfältig ausgewählten Weinen. Mit viel Liebe zum Detail werden österreichische Gerichte neu interpretiert und in kreativen Menüfolgen präsentiert, die die Vielfalt der Küche widerspiegeln. Die edlen Tropfen aus dem hauseigenen Weinkeller begleiten diese kulinarische Reise perfekt - vom ersten Gang bis zum stimmungsvollen Finale.
Mit Engagement, Leidenschaft und einem hohen Anspruch an Qualität möchten wir den Erwartungen unserer Gäste gerecht werden. Unsere feine Speisekarte wird laufend durch ausgewählte Tages- und Wochengerichte ergänzt. Besonders geschätzt wird unser 3-gängiges Wochenendmenü, bei dem Sie zwischen einem Fleischgericht und einer vegetarischen Variante wählen können - bestehend aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert.
Das Weinangebot legt den Fokus auf österreichische Winzer und ausgewählte Rieden und ergänzt die Küche stimmig.
Unsere Küche hat bis 22.00 Uhr geöffnet!
Der Spittelberg
gehört zu den ältesten Teilen Wiens. Bereits 1429 taucht er erstmals in Urkunden des Bürgerspitals auf. Damals lag das Gebiet noch außerhalb der Stadt und gehörte dem Wiener Bürgerspital, das hier Äcker und Weingärten betrieb. Rund um St. Ulrich entstanden im 16. Jahrhundert die ersten Häuser - klein, einfach und meist von Menschen bewohnt, die ihr Auskommen selbst organisieren mussten.
1568 wurden hier acht Häuser errichtet, deren Bewohner sogar eigene, dem Bürgerspital unterstellte Richter hatten. Doch die Geschichte des Spittelbergs blieb turbulent: 1683, während der zweiten Türkenbelagerung, wurde dieser älteste Teil des Viertels vollständig zerstört und danach lange Zeit nicht wieder aufgebaut.
Erst ab 1675 begann eine neue Phase. Christoph Sigmund Freiherr von Kirchberg parzellierte die Gründe mit klingenden Namen wie „Zum Goldenen Kandel“ oder „In der Hut“ und vergab sie gegen jährliche Zinsen. 1692 ging das Gebiet in den Besitz des Bürgerspitals über und erhielt den Namen „Spitalberg“, später „Spittelberg“. Der Mauermeister Simon Eckl entwarf einen einheitlichen Bebauungsplan: Auf rund 1.885 Quadratklaftern entstanden etwa 120 Häuser - viele davon stehen noch heute zwischen Breite Gasse und Spittelberggasse.
Der hochgelegene Spittelberg war militärisch strategisch wichtig. Von hier aus griffen Georg von Podiebrad (1469), Matthias Corvinus (1477), die Türken (1529 und 1683), Graf Thurn (1622), die Franzosen (1809) und die Windischgrätz-Truppen (1848) die Stadt Wien an.
Im 19. Jahrhundert hatte der Spittelberg jedoch einen ganz anderen Ruf. Enge, düstere Gassen, schmutzige Häuser, einfache Schankstuben, Bordelle und Reisigbesen als Aushängeschilder prägten das Bild. Der Spittelberg galt als verrufenes Viertel, berühmt und berüchtigt für sein Nachtleben. Selbst Kaiser Joseph II. besuchte die Gegend inkognito - überzeugt davon, hier das „wahre Wien“ kennenzulernen. Begeistert war er nicht, doch seine Reformversuche blieben lange wirkungslos.
Erst um 1900 setzte langsam eine Verbesserung ein. Die eigentliche Rettung kam 1973 mit der Revitalisierung: Statt Abriss entschied man sich für Erhalt. Aus dem einst verrufenen Viertel wurde eines der stimmungsvollsten Grätzel Wiens - historisch, lebendig und voller Charakter.
In einem dieser alten Bürgerhäuser befindet sich heute das Bohème. Ein Restaurant, das bewusst an diese Geschichte anknüpft: Wiener Küche mit Wurzeln, internationale Einflüsse mit Offenheit, Essen und Trinken mit Zeit und Genuss.
Der Weihnachtsmarkt am Spittelberg
Der Spittelberg beherbergt einen idyllischen Weihnachtsmarkt, der sich in den vergangenen Jahren über die verschiedenen Gassen rund um das Ammerlingbeisl ausgebreitet hat und mittlerweile nahezu jeden Winkel erreicht. Es gibt unzählige Ecken zu entdecken. Auch das Verhältnis von Punsch- und Essständen zu Kunsthandwerk, Mode und Design ist ausgewogen. Besonders angenehm ist die durch die natürliche Enge der Gassen entstehende Geborgenheit. In Stoßzeiten sollte man allerdings Geduld mitbringen, da es sonst schnell sehr dicht wird. Wer sich jedoch Zeit nimmt und in Ruhe durch den Markt und die Gässchen schlendert, kann viel Schönes entdecken.
Eine stimmungsvolle Atmosphäre, mehr als 100 Ausstellerinnen und Aussteller, die ihre Produkte anbieten, sowie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt prägen das Bild. Kunsthandwerk in romantischen Gassen einer Wiener Biedermeier-Vorstadt, die längst Teil des urbanen Zentrums ist. Der Weihnachtsmarkt am Spittelberg ist eine Veranstaltung, die seit mehr als 25 Jahren jährlich über 500.000 Menschen anzieht. Hier begegnen sich Vergnügen und Kultur.
Ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt - wie eine Wanderung durch ein winterliches Dorf, nur zehn Gehminuten vom historischen Zentrum Wiens entfernt. Ein geschlossenes Ensemble, ein lebendiges Viertel, dessen Besuch unvergesslich bleibt. Nicht nur zu Weihnachten, aber dann ganz besonders.
Ob Sie ein Geschenk für Freunde oder Familie suchen, durch die Gassen flanieren, eines der zahlreichen Lokale besuchen, ins Kino gehen, bei einem After-Work-Punsch im Winter-Schanigarten dem Treiben zusehen oder gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen den Arbeitstag ausklingen lassen - am Spittelberg finden Sie all das und noch vieles mehr.